Seife ist ein fester Bestandteil unserer täglichen Körperpflege. Aber wussten Sie, dass Sie Ihrer Seife mit Ihrem eigenen Duft eine persönliche Note verleihen können?

In einem früheren Artikel haben Sie bereits erfahren, wie Sie Ihre Kerzen und Wachsfondants beduften. Jetzt lassen wir das Wachs beiseite – Bühne frei für Seifen.

So entsteht eine einzigartige Seife, die ganz Ihren persönlichen Vorlieben entspricht. Dabei ist es wichtig, die verschiedenen Methoden und Dosierungen zu kennen, damit das Endprodukt keinen Schaden nimmt. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wie Sie Ihre Seife je nach Basis und deren Eigenschaften beduften.


Wie viel Duftöl gehört in meine Seifen?

Sie können Ihre Seife selbst beduften, um ihr eine persönliche Note zu geben und ein einzigartiges Produkt zu erhalten. Je nach gewählter Basis müssen Sie die Dosierung Ihres Duftöls anpassen.

Bei festen Seifen, ob mit Melt-and-Pour-Basis, Kalt- oder Warmverseifung, sollten Sie 5 % Duftöl möglichst nicht überschreiten. Prüfen Sie außerdem im IFRA-Zertifikat, welche Höchstdosierung für die jeweilige Kategorie gilt und nicht überschritten werden darf.

Bei Flüssigseifen wird auf das Produktgewicht gerechnet: Mit unseren Duftölen für Reinigungsmittel planen Sie 2 % Duftöl ein, also 20 g pro 1 kg Flüssigseife. Bei der Verseifung dagegen berechnen Sie das Duftöl auf das Gewicht der Öle und Buttern, die anschließend verseift werden.

Mit einem eigenen Duft wird Ihre selbstgemachte Seife zu einem individuellen, einzigartigen Produkt.


Das passende Duftöl wählen

Feste DIY-Seifen für die Dusche selber machen

In den meisten Fällen wählen Sie ein Duftöl auf öliger Trägerbasis – außer bei Flüssigseifen.

Für Ihre Flüssigseifen, etwa Handseife, verwenden Sie unsere Duftöle für Reinigungsmittel: Sie sind dafür entwickelt, mit 2 % in unsere neutrale Flüssigseifenbasis eingerührt zu werden. Ein Duftöl auf öliger Trägerbasis kann nämlich die Viskosität der Flüssigseifenbasis verändern.

Dieselbe Produktlinie beduftet auch Ihre anderen selbstgemachten Haushaltsreiniger: Mehrzweckreiniger, Bodenreiniger und Spülmittel.

Für Melt-and-Pour-Basen sowie kalt oder warm verseifte Seifen eignet sich ein Duftöl auf öliger Trägerbasis bestens. Sie können Ihre Seifen auch mit ätherischen Ölen beduften und so von deren Eigenschaften profitieren.


Das Duftöl richtig zugeben

Bei der Flüssigseifenbasis wird das Duftöl kalt in die Basis eingearbeitet. Mischen Sie Duftöl und Basis einfach gründlich, bis alles vollkommen homogen ist.
Bei Melt-and-Pour-Basen wird das Duftöl nach dem Schmelzen der Basis zugegeben; rühren Sie die Mischung einige Sekunden lang um, um Ihre künftige Seife zu beduften.

Bei der Verseifung

Bei der Kalt- oder Warmverseifung gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie geben das Duftöl vor der Zugabe der Lauge zu den Ölen und Buttern, oder Sie fügen es beim Andicken hinzu (der sogenannten Trace, wenn die Mischung zur Seifenmasse wird). Die zweite Variante kann Überraschungen bereithalten: Beschleunigt das Duftöl das Andicken, bleibt Ihnen nur noch wenig Zeit, um Ihre Seife in die Form zu gießen.

Bei der Verseifung spielt die Duftölzugabe eine wichtige Rolle – nicht nur, weil sie Ihr Produkt individuell macht: Das Duftöl kann das Andicken beschleunigen. Wenn Sie das Duftöl lieber beim Andicken zugeben, tun Sie dies am besten, solange die Trace noch leicht ist. Der Duft kann den Prozess beschleunigen und die Seifenmasse schnell fest werden lassen – in wenigen Sekunden wechselt sie dann von der Konsistenz einer Vanillesoße zu der eines festen Puddings.

Die Eigenschaften eines Duftöls können das Endergebnis verändern

Duftöl kann die Seife auch färben. Deshalb lohnt es sich zu wissen, ob der Duft Vanillin oder Ethylvanillin enthält. Je nach Anteil kann dieser Bestandteil die Farbe Ihrer Seife verändern – von Beige bis Dunkelbraun.

Und schließlich können manche Duftöle bei der Verseifung verfälscht werden: Einzelne Noten oder sogar der gesamte Duft können dabei verschwinden.
Um die Duftbeständigkeit zu verbessern, können Sie Tonerde verwenden: Sie wirkt in Ihrer Seife als Duftfixierer und verleiht ihr zusätzlich – je nach gewählter Tonerde – bestimmte Eigenschaften.


Fazit

Seife zu beduften ist einfach, macht Spaß und macht Ihr Körperpflegeprodukt unverwechselbar.

Dabei ist es jedoch wichtig, Dosierungen und Methoden einzuhalten, damit die Seifenbasis keinen Schaden nimmt. Ebenso entscheidend ist es, den Duft zu wählen, der am besten zu Ihrer Seifenbasis passt – ob Duftöl auf öliger oder wässriger Trägerbasis oder ätherische Öle. Deshalb ist es so wichtig, den Unterschied zwischen natürlichen und synthetischen Duftölen zu verstehen.

Und schließlich kann Tonerde nicht nur helfen, den Duft zu fixieren, sondern Ihrer Seife auch hautpflegende Eigenschaften verleihen. Mit diesen Tipps sind Sie nun bereit, Ihre eigene Seife zu beduften und ein einzigartiges, ganz persönliches Produkt zu genießen.

Wahrscheinlich haben Sie noch weitere Fragen zu Duftölen für Ihre Kreationen.